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Rollentausch in Schwarz-Weiß : Regisseur Michael Haneke verwandelt sich in den Familienvater aus seinem Oscar-nominierten Film „Das weiße Band“

Bild: F.A.Z.

Die Blicke ernst, die Atmosphäre streng: Porträts dieser Art stammen zumeist aus der Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts. In tadelloser Pose versammelt sich die sechsköpfige Kinderschar um ihren Vater, der allerdings der Kamera kaum Beachtung schenkt: Michael Haneke widmet sich als Familienoberhaupt lieber der Zeitungslektüre. Für das Motiv der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ließ sich der Regisseur des Oscar-nominierten Films „Das weiße Band“ im Kreis der jungen Filmdarsteller hinter einer aufgeschlagenen F.A.Z. ablichten.

          Anlass für das aktuelle Kampagnenmotiv ist die Verleihung der 82. Academy Awards am Sonntag in Los Angeles: „Das weiße Band“ wurde in den Kategorien „Bester fremdsprachiger Film“ sowie „Beste Kamera“ nominiert. Wie Hanekes Schwarz-Weiß-Film greift das Motiv die Stimmung des Sittengemäldes kurz vor dem Ersten Weltkrieg auf. Entsprechend wurde das Bild nicht mit einer modernen Digitalkamera, sondern mit einer fast 100 Jahre alten analogen Großformatkamera aufgenommen.

          Rollentausch in Schwarz-Weiß : Regisseur Michael Haneke verwandelt sich in den Familienvater aus seinem Oscar-nominierten Film „Das weiße Band“

          Für Haneke, der persönlich lieber hinter der Kamera steht, waren die Fotoaufnahmen in Wien eine „interessante Erfahrung, auch um die Gelegenheit zu haben, die Kinder wiederzusehen“. Die jungen Darsteller, die auf dem Motiv zu sehen sind, waren aus über 7.000 Bewerberinnen und Bewerbern für den Film ausgewählt worden.

          In „Das weiße Band“ erzählt der österreichische Regisseur und Drehbuchautor die Geschichte einer von Strenge und Gewalt geprägten Erziehung der Kinder und Jugendlichen einer Dorfgemeinschaft in den Jahren 1913/14. Der Spielfilm hat bereits zahlreiche Filmpreise gewonnen, unter anderem im Januar 2010 den Golden Globe Award als „Bester fremdsprachiger Film“ sowie die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes.

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          Seit 1995 greift die F.A.Z. unter dem Motto „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“ aktuelle gesellschaftliche Themen und Ereignisse mit kreativen Anzeigenmotiven auf. Insgesamt ließen sich bereits über 70 herausragende Persönlichkeiten aus allen gesellschaftlichen Bereichen ablichten - und das stets hinter der aufgeschlagenen Zeitung.

          Quelle: F.A.Z.

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